Wie vielleicht schon im Artikel zu Ralf Husmanns “Nicht mein Tag” aufgefallen ist, bin ich ein Fan von sogenannten Männerromanen. Ein wirklich tolles Genre, nur leider viel zu dünn besiedelt. Wenig überraschend also, dass auch das zweite von mir vorgeschlagene Buch – Tommy Jauds “Resturlaub” – dieser Kategorie zugeordnet werden kann.


Tommy Jaud hat bisher drei Romane verfasst: “Resturlaub”, “Vollidiot” und “Millionär”. Bücher lesen, nachdem man den zugehörigen Film gesehen hat, ist immer schwierig: Man denkt zwangsläufig an die Gesichter der Schauspieler statt die eigene Fantasie einsetzen zu können. Beim Namen “Simon Peters” drängt sich also Olli Pochers Gesicht mit der zugehörigen Nerv-Stimme ins Gehirn, was das genießen von “Vollidiot” oder “Millionär” deutlich erschwert.


resturlaubDie Hauptfigur in “Resturlaub” heißt Peter Greulich, ist 37 Jahre alt, Brauerei-Manager und wurde bisher noch nie von Olli Pocher in irgendeinem Film verschandelt. Perfekte Vorraussetzungen also, um Protagonist in einem wirklich guten Buch zu sein. Trotzdem ist Pitschi – wie er von seinen Freunden genannt wird – unzufrieden. Irgendwie läuft nichts so, wie er es sich vorstellt: Kumpel Checko ist männliche Politesse und hat trotz Freundschaft kein Problem damit Pitschi einen Strafzettel ans Auto zu klemmen, seine Chefs ignorieren die Hinweise auf das überflüssige Apostroph im Namen der Brauerei “Seppelpeter’s”, sein bester Kumpel Arne will die verhasste Ente Biggy heiraten und Pitschis Eltern fordern genau wie seine Freundin, dass auch er endlich sesshaft wird und eine Familie gründet.


Als dann der komplette Freundeskreis zum elften Mallorcaurlaub in Folge starten will, platzt Pitschi der Kragen. Auf der Flughafentoilette täuscht er einen Überfall vor, bei dem er vorgibt brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt worden zu sein. Konsequenz: Er muss nicht mit nach Mallorca. Spontan verfasst er einen Abschiedsbrief an seine Freundin und beschließt das Land zu verlassen um einen Neuanfang zu starten. In Argentinien. Pitschi landet ohne Spanischkenntnisse im argentinischen Winter, nur mit dem für Mallorca gepackten Koffer bewaffnet. Ob er hier mehr Erfolg hat?




Unser Tipp: Tolles Buch. Herrlich lustig. Wenn euch Filme und Bücher wie “Vollidiot” gefallen, müsst ihr dringend “Resturlaub” lesen.




Kennt jemand ähnliche Bücher oder möchte seine Meinung zu Tommy Jauds “Resturlaub” verkünden?

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Posted by Rice On Januar - 25 - 2010 Alles Bücher

Gerade zur aktuellen Jahreszeit, in der Outdoor-Aktivitäten nur schwer und mit maximalem nasse-Socken-und-Lungenentzündung-Risiko umsetzbar sind, ist Lesen ohne Zweifel eine gesunde Alternative zum RTL-Mein Leben XXL-Fernsehnachmittag.




Um das kalte Wetter und die dicken RTL-Familien aus dem Kurzzeitgedächtnis zu verdrängen, empfehlen wir euch die Lektüre von

“Nicht mein Tag” vom Stromberg-Autor Ralf Husmann!

Der Mann kann ganz offensichtlich nicht nur Drehbücher und Witze für Christoph Maria Herbst und das Pro7-Abendprogramm schreiben, sondern verfügt auch über ausreichend Humor für 333 Romanseiten.




Das Gerüst der Geschichte hört sich eigentlich eher nach langweiligem 0815-Standardkrimi an: Der Bankangstelle Till Reiners, aus dessen Sichtweise die Geschichte größtenteils erzählt wird, wird bei einem Banküberfall entführt. “Nicht mein Tag” ist aber kein Standardkrimi! Viel mehr ist das Buch dem von Tommy Jaud (“Volldiot”, “Millionär” und “Resturlaub”) geprägten Genre des Männerromans zuzuordnen. Genau wie die Protagonisten in Jauds Romanen, ist auch Till Reiners alles andere als ein Held und versucht viel mehr sich mit Bankräuber Nappo zu arrangieren, statt sich durch Eigeninitiative aus der misslichen Lage zu befreien. Durch Tills Verhalten und das RTL-Interview seiner Kollegin Jessica, drängt sich dem verantwortlichen Hauptkommisar und Tills Ehefrau der Verdacht auf, der Bankräuber sei lediglich Tills Komplize bei dem von ihm arrangierten Banküberfall gewesen …




Ralf Husmann lässt seinen Helden von einem Fettnapf in den nächsten springen. Immer wieder wenn man denkt, dass der Wendepunkt an dem sich alles zum Guten dreht nun endlich erreicht ist, wird Till Reiners Lage durch eine erneute Fehlentscheidung oder einfach nur durch unverschämtes Pech auswegloser. Ob dieser Trend bis zum Ende durchgezogen wird, oder ob Till doch noch irgendwie die Kurve kratzen kann und seinen Kopf am Ende aus der Schlinge zieht, wollen wir hier natürlich nicht verraten.




Unser Tipp: Lesen!

Gerade mit Blick aufs aktuelle Wetter und die Kreativität der Drehbuchautoren, des RTL/Pro7-Nachmittagsprogramms, können wir nur empfehlen dem ganzen Mist mit Hilfe von “Nicht mein Tag” – zumindest vorrübergehend – zu entfliehen. Auch wenn wir “Nicht mein Tag” hier dem Männerroman-Genre zuordnen und der in Stromberg aufgerufene Humor bestimmt nicht Jedermanns Lachmuskeln trainiert, kann ganz bestimmt jeder, der “Nicht mein Tag” liest, über Till Reiners lachen und ihm dabei die Daumen drücken, dass er das Blatt doch noch wenden kann …




Falls irgendein Leser unseres Blogs ähnliche Bücher des gleichen Genres empfehlen kann, bitte sofort in den Kommentaren posten! ;)

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Posted by Rice On Januar - 10 - 2010 Alles Bücher
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